Die Faktorsteigerung in der GOÄ

Nach § 5 Abs. 1 S. 1 der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) bemisst sich die Gebühr nach dem Einfachen bis Dreieinhalbfachen des Gebührensatzes. In der Regel wird die Gebühr allerdings zwischen dem Einfachen und dem 2,3-fachen des Gebührensatzes in Ansatz gebracht (Regelsatz). Der 2,3-fache Satz bildet als Mittelwert den Durchschnitt ab und nicht vorliegende Besonderheiten.

§5 GOÄ, Abs. 2 – Kriterien zur Honorarbemessung
Ausgehend von durchschnittlicher Schwierigkeit und Zeitaufwand sowie den Umständen bei der Ausführung:

  • Überdurchschnittlich schwierige Leistungen über dem Schwellenwert abrechnen

  • Unterdurchschnittlich schwierige Leistungen unter dem Schwellenwert abrechnen


“Der Arzt kann in der Regel den 2,3-fachen Satz des einfachen Gebührensatzes berechnen. 2,3-fach entspricht dem mittleren Standard.”*

Gründe für eine Faktorsteigerung können sein:

  • Schwierigkeit der einzelnen Leistung

  • Auch Schwierigkeit des Krankheitsfalles

  • Zeitaufwand

  • Umstände bei der Ausführung

Beispiel:

GOÄ Ziffer 1 erbracht. Das Gespräch dauerte 20 Minuten.

  • Hier ist eine Steigerung auf den 3,5-fachen Satz möglich

  • Beispiel für eine passende Begründung: "Erhöhter Zeitaufwand bei eingehendem Beratungsbedarf mit einer Dauer von 20 Minuten bei vielschichtiger Anamnese."

*Quelle: BGH und Bundesverfassungsgericht (für ärztliche Leistungen)

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